Gründungsjahr:
1912
Jungpartei:
Hauptanliegen:
  • Förderung der Familie, bessere Rahmenbedingungen für die Kinderbetreuung
  • Förderung des Wirtschaftsstandorts Schweiz (Innovationsförderung, attraktive Steuern, gute Infrastruktur, hohes Bildungsniveau)
  • Sicherung der Sozialwerke
2011 2015 2019 nach Fusion
Wähleranteil 12,3% 11,6% 11,4%
Anzahl Nationalratssitze 31 28 25 28
Anzahl Ständeratssitze 15 13 13 13

Parteigeschichte

«Die Mitte» wurde 1912 unter der Bezeichnung Schweizerische Konservative Volkspartei als gesamtschweizerische Partei gegründet. 1957 benannte sie sich in Konservativ-Christlichsoziale Volkspartei um und 1970 in Christlichdemokratische Volkspartei (CVP). Anfang 2021 fusionierte sie mit der Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP) zur Partei «Die Mitte».

Im 19. Jahrhundert standen die Katholisch-Konservativen dem von der liberalen Bewegung propagierten Bundesstaat ablehnend gegenüber. Sie hatten ihre Hochburgen vor allem in den Kantonen der Innerschweiz sowie im Jura und generell in den katholischen Gebieten. Die Konservativen bevorzugten anstelle des Bundesstaates einen eher lockeren Staatenbund und wollten an der Vorherrschaft der Kirche – nicht zuletzt im Bildungsbereich – und an den althergebrachten Gesellschaftsstrukturen und Werten festhalten. 1891 wurde der erste Konservative in den Bundesrat gewählt.

Inhaltlich ist «Die Mitte» heute der christlichen Soziallehre sowie der sozialen Marktwirtschaft verpflichtet und befürwortet durchaus auch staatliche Eingriffe zugunsten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oder der Landwirtschaft. Vertrat die Partei früher in ethischen und gesellschaftlichen Fragen klar konservative Positionen, hat sie in den letzten Jahren auch vermehrt liberale gesellschaftliche Anliegen aufgenommen. Durch die Fusion mit der BDP hat sich diese Entwicklung zusätzlich verstärkt. Dennoch tritt sie z. B. nach wie vor für die Förderung traditioneller Familienformen und der traditionellen Ehe zwischen Mann und Frau ein.