| 2011 | 2015 | 2019 | |
|---|---|---|---|
| Wähleranteil | 26,6% | 29,4% | 25,6% |
| Anzahl Nationalratssitze | 54 | 65 | 53 |
| Anzahl Ständeratssitze | 7 | 5 | 6 |
Die SVP wurde 1936 als Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB) auf gesamtschweizerischer Ebene gegründet. Bereits seit 1929 war die BGB mit einem Sitz im Bundesrat vertreten. 1971 schlossen sich die Demokratischen Parteien der Kantone Glarus und Graubünden der BGB an, und die Partei wurde in Schweizerische Volkspartei umbenannt.
Bei der BGB handelte es sich um eine Abspaltung von der FDP, da die (wirtschafts-)politischen Gegensätze zwischen den Bauern und kleinen Gewerbetreibenden auf der einen Seite und den Industriellen und Unternehmern auf der anderen Seite zu gross geworden waren. So vertraten viele Bauernpolitiker in gesellschaftlichen Belangen konservative Werte.
In den 1980er-Jahren begann ein parteiinterner Konflikt zwischen der (gesellschaftlich und aussenpolitisch) konservativen Zürcher Kantonalpartei (Christoph Blocher) und dem liberaler eingestellten Parteiflügel, der vor allem in den Kantonen Bern und Graubünden stark vertreten war. Mit dem erfolgreichen SVP-Referendum gegen den EWR-Vertrag 1992 wurde klar, dass der Zürcher Parteiflügel den Richtungsstreit gewinnen würde. Seither gilt die SVP als diejenige Partei, die sich am deutlichsten gegen eine weitere aussenpolitische Öffnung gegenüber der Europäischen Union ausspricht.
Seit den 1990er-Jahren setzt sich die SVP auch gezielt für eine harte Haltung in der Asyl- und Ausländerpolitik, für Recht und Ordnung, für traditionelle Familienformen, für Steuersenkungen sowie weniger staatliche Eingriffe und Ausgaben ein (mit Ausnahme der Landwirtschaft und Armee). 2010 war sie mit ihrer Initiative zur Ausschaffung straffällig gewordener Ausländer und 2014 mit der Initiative gegen die «Masseneinwanderung» erfolgreich und hat die politische Entwicklung der Schweiz dadurch stark geprägt.
Im Jahr 2003 wurde der SVP ein zweiter Sitz im Bundesrat zugestanden. Das starke Wachstum als Folge des politischen Kurswechsels hinterliess Spuren. Die straff geführte, rechts-konservative Partei tolerierte es immer weniger, wenn Mitglieder offen zu einem weniger konservativen Profil standen. In der Folge kam es 2008 zur Abspaltung der Bürgerlich-Demokratischen Partei (vgl. Geschichte der BDP).